Änderungen 2015

von Rechtsanwalt Ammer

Zulassung/Abmeldung

Ab den 1. Januar 2015 können Autofahrer ihr Fahrzeug über das Internet (Kraftfahrtbundesamt) abmelden. Eine Zulassung über das Internet ist allerdings noch nicht möglich

Kennzeichen

Bei einer Zulassung ab den 1. Januar 2015 wird es auf den Nummernschildern und im Fahrzeugschein künftig einen verdeckten QR-Code geben.

Nummernschilder

Ab den 1. Janauar 2015 ist es bundesweit möglich, nach einem Umzug in einen anderen Zulassungsbezirk, sein bisheriges Kennzeichen weiter führen zu können. Hinsichtlich der Versicherung gilt dann der neue Wohnort.

Kurzzeitkennzeichen

Ab 1. April 2015 dürfen von den Zulassungsbehörden die Kurzzeitkennzeichen nur am Standort des Fahrzeuges ausgegeben werden. Das mit den Schildern zu versehende Fahrzeug muss identifiziert sein, eine gültige Hauptuntersuchung (HU) haben und diese im Fahrzeugschein eingetragen sein. Fahrten ohne HUsollen nur noch zur Zulassungsbehörde oder Untersuchungsstelle bzw. Werkstatt möglich sein. Wird bei einer Fahrt mit Kurzzeitkennzeichen die Zulassungsbescheinigung Teil I nicht mitgeführt, werden 20 Euro Verwarnungsgeld verhängt.

Verbandskasten

Ab den 1. Januar 2015 ist bei einem Kauf des Verbandskasten darauf zu achten, das dieser der DIN-Norm 13164 entspricht. Alte Verbandskästen können allerdings bis zum Erreichen des jeweiligen Ablaufdatums weiterhin genutzt werden.

Elektronisches Notrufsystem

Ab Oktober 2015 soll verpflichtend in alle neuen Modelle von leichten Nutzfahrzeugen und Pkws E-Call, das von der Europäischen Union geplante automatische Notrufsystem für Fahrzeuge, eingebaut werden.

Elektronische Halterdatenaustausch

2015 soll der elektronische Halterdatenaustausch zwischen den EU-Mitgliedsstaaten erfolgen. Dadurch wird die Verfolgung von grenzüberschreitenden Ordnungswidrigkeiten ermöglicht und die Durchführung der Maßnahmen gewährleistet. Die Halterdaten dürfen jedoch einzig dazu benutzt werden, den für den Verkehrsdelikt verantwortlichen Fahrer zu ermitteln.

Hauptuntersuchung

Ab Sommer 2015 wird ein sog. HU- Prüfadapter eingesetzt, der die Funktion der werkseitig eingebauten sicherheitsrelevanten Systeme testet. Wurde hier manipuliert oder liegt ein Defekt vor, gibt es keine Plakette. Das Gerät wird an die Fahrzeugschnittstelle angeschlossen und gleicht ab, ob die im Werk eingebauten sicherheitsrelevanten Systeme noch unverändert vorhanden sind.

 

Außerdem wird bei der geänderten Bremsenprüfung ab 2015 die am Rad erreichte Bremskraft mit dem Druck im hydraulischen System in Bezug gesetzt. Das soll die Prüfung objektiver machen. Über den HU-Adapter kann der Ingenieur die Werte des Bremsdrucksensors im ESP auslesen. Die Software vergleicht dann die Ist-Werte mit den vom Fahrzeughersteller vorgegebenen Sollwerten.

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